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Museumswerkstatt für Kinder und Jugendliche

Im Jahr 2009 startete der Verein mit einem neuen Projekt, welches kulturhistorische, handwerkliche und künstlerische Aspekte in einem innovativen, spielpädagogischen Angebot verknüpft. Die »Spielkartenfabrik« ist eine Museumswerkstatt für Kinder- und Jugendliche, in der künftig spielbare Kartenspiele zu verschiedenen Themen erdacht, gestaltet, gedruckt und auch vertrieben werden.

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Lebendiges Welterbe

Die Tradition der Spielkartenproduktion in Stralsund führt zurück ins Jahr 1765. Johann Kaspar Kern aus Stralsund erhielt vom schwedischen Generalgouverneur Axel Graf von Löwen die alleinige Konzession zur Errichtung einer Spielkarten-„Fabrique“ – und damit eine der ältesten Deutschlands, denn vererbt oder verkauft, konkurrierend mit anderen Kartenmachern und verlegt an verschiedene Standorte innerhalb des Stadtgebiets wurden in Stralsund durchgängig bis 1931 Spielkarten produziert.

von Doppelkopf bis YohGi-OH

Spielkarten haben trotz der medialen Konkurrenz von Gameboy bis Playstation nicht an Attraktivität bei jungen Menschen verloren. Waren es in der Vergangenheit klassische Stammtischdisziplinen wie Skat oder Doppelkopf sind heute eher Sammelkarten wie Yo-Gi-OH populär. Im Handlungsprodukt »Spielkarte« kann anschaulich die mediengeschichtliche Entwicklung verschiedenster Drucktechniken (Holzschnitt, Steindruck, Bleisatz, Siebdruck, Computersatz) praktisch nachvollzogen werden.

Renaissance des Handwerks

Das Handwerk spielt in einer vernetzten, hochindustrialisierten Gesellschaft wirtschaftlich keine Bedeutung mehr. Als pädagogisches Instrument hat es gerade in den virtualisierten Lebenswelten der Kindern und Jugendlichen die Chance, eine echte Renaissance zu erleben. Tugenden wie Präzision, Sauberkeit und Ordnung sind hier keine abstrakte Aufforderung eines Erziehers, sondern müssen praktiziert werden, wenn man zu vorzeigbaren Ergebnissen gelangen will. Verknüpft mit den Potentialen digitaler Werkzeuge, die in den Projekten natürlich auch zum Einsatz kommen, sollen Spielkarten entstehen, die in ihrem Ausdruck buchstäblich einzigartig sind und somit auch Chancen in der regionalen Vermarktung bieten, ob als innovatives spielpädagogisches Angebot oder als touristisches Souvenir. Die Spielkartenfabrik öffnet im April 2009. Die Mitarbeiter des Vereins freuen sich auf ihren Besuch.

Ansprechpartner: Kristin Löffler, Manja Graaf, Christian Klette
Das Projekt wird gefördert von der Hansestadt Stralsund, dem Landesjugendamt, der Aktion Mensch und gesponsort von der folian GmbH.

logo_aktionmensch    logo_folianLandesjugendamt MV  Wappen Hansestadt Stralsund

Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung bei:
Globus Baumarkt, Raab Karcher Baustoffe GmbH, Klöpfer Holzhandel, Bauhaus Stralsund
Stahl- und Metallbau Mlodzian Ltd. Langendorfer Berg & Co. KG , Klettes Autocenter GmbH , ITG Ingenieur-, Tief- u. Gleisbau GmbH, Ostseestaal GmbH