Zur Schönen Aussicht

09
Okt

Zur Schönen Aussicht

 
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Postcontemporary Beats mit Future Rap
SA 9. Oktober /// 20:30 Uhr /// SPEICHER Haus_für: spekulative Musik

Lust auf einen energetischen Blick in die Zukunft? Am 9. Oktober 2021 gastiert die JAZZBEAT-Formation »Zur schönen Aussicht« im SPEICHER am Katharinenberg in Stralsund. Die drei Klangforscher Jo Wespel (Gitarre, FX, Komposition), Paul Berberich (Saxophon, FX) und Flo Lauer (Schlagzeug, FX) allesamt Meisterklasseabsolventen der Musikhochschule Dresden, suchen seit 12 Jahren nach Wegen zeitgenössischen JAZZ mit Musikformen wie Intelligent Dance Music, Electronica, Hip Hop und Neuer Musik zu verknüpfen. In ihrer aktuellen Produktion verleiht der Future Rap von Zooey Agro und Kid Be Kid den postcontemporary Beats zusätzlichen Schub und Dynamik.

Das Ergebnis klingt wie der Soundtrack zu einer Zeit, in dem sich der Mensch zu seinen geschaffenen Werkzeugen neu ins Verhältnis setzen wird. Jedweder intellektueller Anspruch steht in der live Performance der überschwappenden und ekstatischen Bandenergie nicht annähernd im Weg. Seriosität ohne Seriosität! Willkommen im 21. Jahrhundert.

Tickets: 25 € (Vorverkauf & Abendkasse)

Die Spielkartenfabrik ist in der Woche vom 4.–8.10.2021 geschlossen. Die Karten können von Dienstag–Freitag von 11 bis 17 Uhr (täglich) im Speicher 2. OG bei Marc Seiffert abgeholt. Alternativ können die Tickets auch in Tourismuszentrale Stralsund erworben werden.

Registrierung über diese Website. Tickets können ab dem 9. September 2021 in der Spielkartenfabrik (Katharinenberg 35, 18439 Stralsund) abgeholt und bezahlt werden. Die Reservierung verfällt, wenn die Tickets nicht innerhalb von 2 Wochen nach Registrierung abgeholt werden.

Muss komplexe Musik immer eine Randerscheinung im Musikbusiness bleiben? Zur Schönen Aussicht denkt das nicht. Dieses Projekt wurde über einige Jahre penibel vorbereitet und u.a. auch mit den eigenen Festivals (SURfF, Kulturrabazzz) erprobt. Die Erfahrung zeigte, dass es möglich ist, Menschen auch für komplexe Musik zu begeistern. Vor allem dann, wenn sie offen im Austausch mit anderen Genres und Disziplinen ist.

Selbstredend ist das Potenzial enorm für eine (bis dato) Nischenmusik, wenn sie sich synergetischen Verwebungen annimmt. Zum einen reiht sie sich in eine gewisse Tradition des Jazz ein, der pro Austausch steht, zum anderen spekuliert sie auch mit einer kommenden Potenzialität postzeitgenössisch, wie es wäre vom Rand mehr in die Mitte zu rücken, ohne die Radikalität zu verlieren. Wäre nicht eine bunte, plurale, komplex reichhaltige Musikästhetik in Richtung Zentrum ein Fortschritt? Zur Schönen Aussicht sieht ihre und natürlich auch andere experimentelle Musik nicht dann für besonders wertvoll und disruptiv wenn sie am Rande bleibt und die Menschen, die offen wären für etwas Neues, gar nie erreichen kann. Deswegen Postcontemporary Beats mit Future Rap.

Biografie und Arbeit der letzten drei Jahre sowie Ausblick

Die drei Zur Schönen Aussicht Musiker Joachim Wespel (1984, Git, Komp), Paul Berberich (1985, Sax) – beide aus Berlin – und der Dresdner Florian Lauer (*1984, Drums) sind allesamt Meisterklasseabsolventen der Musikhochschule Dresden, spielen seit 12 Jahren zusammen, veröffentlichten drei Alben und veranstalteten 6 einwöchige interdisziplinäre, postzeitgenössische, alternative und von Kommune, Land, und/oder Bund geförderten Festivals. 2021 erhielten sie den Kunst- und Kulturförderpreis der Stadt Dresden.

In den letzten drei Jahren intensivierte sich ihre Arbeit zum einen auf die Festivals (statt Tourneen): Kulturrabazzz Festival in Dresden 2018/19/20 und SURfF Festival 2019 in Berlin, bei denen sie jeden Abend auch selber spielten. Bei allen Veranstaltungen ging es vorwiegend darum, Alternativen vorzustellen. Im musikalischen, menschlichen, geschäftlichen und sozialen, interdisziplinären und zukunftsorientierten Sinne. Austausch von verschiedenen Menschen aus diversen Szenen. Immer progressive Bands, aber aus verschiedenen Genres, Raumkünstler*innen, Puppenspieler*innen, Tänzer*innen, Filmemacher*innen, sowie intellektuellen Input in Form von Vorträgen über Fridays for Future, DiEM25, Xenofeminismus, spekulative Architektur sowie Flashmobs und klar formulierten Statements, dass keinerlei Diskriminierung geduldet wird.

Zum anderen forscht die Band seit ihrem letzten Album 2016 an postzeitgenössischer Musik, spezifisch an „neuen“ Rhythmen. Rhythmen der südindischen Kultur, der europäischen Neuen Musik, sowie des afroamerikanischen Jazz wurden weiterentwickelt, um sie im musikalischen Zusammenspiel spekulativ, improvisatorisch aber auch deterministisch, kompositorisch anwenden zu können und daraus zusammen mit einem – für akustisch spielende Musiker*innen – ungewöhnlicheren, elektronisch beeinflussten Bandsound etwas Neues zu generieren.

Sie sind Teil des Subwater Beats Kollektivs und Initiatoren des FESTIVAL BOOST NOW! Eine einmalige Bewegung zur Gründung und Vereinigung von 52 deutschlandweiten Musiker*innen- Communitys, die alle ein einwöchiges Musikfestival mit interdisziplinärem Austausch in einem antirassistischen, queerfeministischen und plural-ökonomischen Rahmen organisieren werden.

mehr Infos: https://subwaterbeats.de/zurschoenenaussicht/

 

Datum und Zeit

2021-10-09 @ 20:30
 

Anmeldeschluss

2021-10-10
 
 
 

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